VIU’ STELLT SICH VOR

 

Viú ist ein auf 775 Metern Mereshöhe gelegenes Bergdorf in der Region Piemont. Die Fläche des gesamten Gemeindegebietes beträgt 84 km² und umfasst 34 Fraktionen von denen einige über 1000 mt über dem Meer liegen.

Viú ist der Hauptort des gleichnamigen Tales, das südlichste der Täler von Lanzo, und ist über den Colle del Lys mit dem Susa – Tal verbunden. Der Ort ist sowohl über die Provinzstraße 32 als auch über die Provinz-straße 197 erreichbar.

Auf dem Gemeindegebiet leben 1100 Einwohner – im Sommer, wenn sich die Fraktionen mit Touristen und Sommerfrischlern füllen, erreicht die Anzahl ca. 15.000 Personen.

Nachdem Viú die Einwohnerstärkste Gemeinde des Tales ist, sind hier auch die wichtigsten öffentlichen Einrichtungen angesiedelt: Bank, Postamt, Schulen, Sanitätssprengel, Apotheke, Der Hauptsitz des roten Kreuzes, der Feuerwehr sowie der Waldbrandwacht. Daneben gibt es unzählige Vereine und Gruppen welche die Dorfgemeinschaft beleben:

Der Tourismusverein, 2 Chorgruppen, die Folkloregruppe, die Musikkapelle, der Gebirgsjägerverein und die rührige Sektion des italienischen Alpenvereines.

Es fehlen auch nicht soziale Vereinigungen wie der Verein der Blutspender oder der Bauernbund.

Die Existenz der Gemeinde wird bereits um 1100 durch ein historisches Dokument belegt, in welchem die beiden wichtigsten Kirchen der Gegend erwähnt sind: Die Pfarrkirche von Viú welche dem heiligen Bischof Martin geweiht ist und jene von Colle san Giovanni, welche zu Ehren Johannes des Täufers erbaut wurde.

Archäoligische Ausgrabungen, welche nach dem ersten Weltkrieg beim antiken Schloss (Heute Villa Fino) duchgeführt wurden und einige bearbeitete Säulen zutage förderten, belegen die Besiedelung des Tales breits in neolithischer Zeit.

Es gilt als sicher, dass die Kelten hier sesshaft waren – dies wird durch die „ara delle Tre Madri“, welche sich am Platz bei der Dorfeinfahrt befindet, bezeugt.

Der Name Viú könnte auf „vicus“, lateinisch für Siedlung, zurückzuführen sein oder vielleicht auf die „Via di passaggo“ (Durchfahrtsstraße) nach Gallien über den colle dell‘ Autaret. Die Legende besagt, dass über diesen Pass das die Legionen Hannibals gezogen sein sollen.

Auch die Römer haben im Tal von Viú ihre Spuren hinterlassen, was einige Ausgrabungen in der Gemeinde Usseglio sowie der Fund von kaiserlichen Münzen bei den Ausgrabungen im antiken Schloss belegen.

Das Territoriom war lange Zeit unter der Herrschaft der Grafen von Savojen, welche es als Jagdgebiet nutzten. Mit Sicherheit wird die Geschichte der Casa Goatto mit den Savojern verbunden. Der Wohnsitz befindet sich in der Fraktion Versino. An seiner Fassade ist das sabaudische Wappen sowie ein Fresko mit einer Jagdszene zu sehen.

Die befahrbare Straße erreichte Viú im Jahre 1842 – ihr Bau war das Ergebnis eines Abkommens mit dem Marchese von Barolo, dessen Büste bis heute in der Sakristei der Pfarrkirche von Viú aufbewahrt wird.

Durch den Bau der Straße erlangte Viú großen touristischen Aufschwung; ab diesem Zeitpunkt entwickelte sich der Ort zu einer der beliebtesten Gegenden für die Sommerfrische im Raum Turin.

Genau auf die Mitte des 19. Jahrhunderts fällt auch die Erbauung zahlreicher Villen welche den Hauptort und die verschiedenen Fraktionen schmücken – die bekannteste ist sicher die Villa Franchetti.

 

Heute präsentiert sich Viú reich an Charme, nicht nur wegen seiner zahlreichen Bauwerke sondern auch wegen der Schönheit der alpinen Landschaft, der vielfältigen Wandermöglichkeiten, des reichhaltigen und abwechslungsreichen Angebotes an Sportstätten für Sommer- und Wintersport sowie wegen des großen Angebotes an kulturellen, sportlichen und gesellschaftlichen Veranstaltungen. Diese werden im Hauptort und in den Fraktionen von den verschiedenen Vereinen organisiert und bieten Unterhaltung für Jung und Alt.